Ein Beitrag von Markus Dreesen brachte mich auf die Idee, auch einmal diese PageBuilder-Plugins für WordPress zu testen.

Viele Premium-Themes bringen schon einen eigenen PageBuilder mit, mit dem es möglich ist, die Startseite (manchmal auch die Unterseiten) völlig frei gestalten zu können. Mit einem solchen Tool erhält man eine neue Oberfläche, auf der man per Drag & Drop Elemente platzieren und mit Inhalten füllen kann – das ist wirklich eine sehr praktische und geniale Erfindung, die uns dabei unterstützt, ohne Programmierung eine individuelle und schöne Webseite aufbauen zu können.

PageBuilder-Plugins

Es gibt verschiedene Arten von Plugins, die ebendiesen Zweck der freien Seitengestaltung erfüllen. Oft erstellen die PageBuilder Templates, die dann per Shortcode in die betroffene Seite eingebunden werden. Diesen Workflow finde ich jedoch eher unpraktisch.

Praktischer sind jene Plugins, die ein Arbeiten direkt im normalen Editor erlauben. So z. B. das Plugin von SiteOrigin. Es fügt im Editor neben den Reitern Visuell und Text noch einen weiteren Reiter für den PageBuilder hinzu. Über diesen Reiter kann man dann beginnen, Rows (Zeilen bzw. Reihen) zum Layout der Seite hinzuzufügen, die Spaltenanzahl in der Row zu wählen und diese dann mit Inhalten zu füllen.

Der SiteOrigin PageBuilder füllt die Spalten mit den altbekannten Widgets aus WordPress. Und hier liegt der große Vorteil dieses Plugins. Es erlaubt mir, jedes Widget, das ich auch in der Sidebar nutzen kann, im Layout der Webseite zu nutzen. So kann man nicht nur Text und Bilder einfügen, sondern auch eine Google Maps-Karte, einen Slider, eine Übersicht der letzten Beiträge und vieles mehr – eben jedes Widget, das im WordPress Plugin Repository zu finden ist.

Kritik an den Plugins

Die Plugins versprechen zwar eine vollkommen freie und individuelle Gestaltung der Webseite ohne Programmierung, aber so ganz ohne Eingriff in den CSS-Code ist die Arbeit mit einem PageBuilder Plugin doch nicht möglich.

Die Plugins bringen jeweils ein eigenes Styling für ihre Elemente und Boxen mit, dieses ist aber dann logischerweise auf allen Webseiten, die das gleiche Plugin nutzen, auch das selbe. Somit ist die versprochene Individualität dann doch nicht gegeben.

Dennoch sind die Plugins sehr gut dazu geeignet, bestimmte Seiten und Unterseiten der eigenen Webseite aufzubauen. Anstatt sich selbst um die Programmierung bestimmter Funktionen zu kümmern, übernimmt das Plugin zumindest diesen Part. Im Anschluss daran sollte man jedoch das Styling der Elemente auf den Rest der Seite anpassen.

Video: SiteOrigin Pagebuilder

Die Jungs und Mädels von SiteOrigin zeigen die Möglichkeiten, die ihr PageBuilder Plugin liefert, in einem Video auf ihrer Webseite. Dieses Video wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.