Heute widmen wir uns dem Thema Schriften – genauer gesagt den Webfonts. Vielen kennen bereits die Schriftformate Bitmap, Postscript, TrueType und OpenType – wobei die letzten Beiden wohl die bekanntesten und „bequemsten“ Schriftformate sind. Im Print-Bereich gibt es mehr als 100.000 Schriftarten, mit denen man Text & Co. gestalten kann.

Wir gehen heute einen Schritt weiter und schauen uns die Webfonts an.

Was sind eigentlich Webfonts und was machen die?

Das digitale Zeitalter wächst immer schneller und umfangreicher. Längst müssen heute nicht mehr alle Webseiten – wie früher – die selbe Schriftart verwenden. Wollte man vor 5 Jahren noch eine Schriftart für eine Webseite verwenden, mit der Garantie, dass die Schriftart auf allen Plattformen und Browsern konstant gleich angezeigt werden, hat man sich in der Regel für Arial, Verdana oder Helvetica entschieden, da diese Schriftarten überall vorhanden und Plattform übergreifend sind.

In der heutigen Zeit wollen die Kunden jedoch mehr – zurecht! Denn ein aufwendig entwickeltes Corporate Design sollte nicht nur in den Printmedien konsequent durchgezogen werden, sondern auch in der digitalen Welt. Eine Lösung hierfür: Webfonts!

Webfonts sind Schrift-Dateien, die auf dem Webserver liegen und direkt via CSS eingebunden werden können. Somit ist die Schriftgestaltung unabhängig von dem, welche Schriften der User auf seinem Rechner installiert hat.

Wo bekomme ich eine Webfont her?

Grundsätzlich könnte man jede Schriftart in eine Webseite einbinden – sofern rechtlich und technisch alles gegeben ist. Denn nur weil man eine Desktop-Lizenz für die Nutzung einer Schriftart hat, heißt dies noch lange nicht, dass man diese auch online als Webfont verwenden darf. Hier muss in der Regel eine zusätzliche Lizenz erworben werden. Einer der größten Anbieter für Schriftarten ist seit über 100 Jahren das deutsche Unternehmen Linotype (www.linotype.com). Hier findet man zahlreiche Schriftarten als Webfont.

Des weiteren unterscheidet man, wie bereits angesprochen, nicht nur zwischen Print-Font und Web-Font, sondern auch zwischen App-Font, E-Pub-Font und Server-Fonts. Für jede Nutzung muss eine eigene Lizenz erworben werden.

Möchte man auf eine kostenlose Webfont umsteigen, kann man diese auch beim Webfont-Service von Google (www.google.com/fonts) oder bei www.fontsquirrel.com in Anspruch nehmen

Was muss ich bei Webfonts beachten?

Nun sehen die Webseite und der Text zwar wunderschön aus – doch ist dies auch sinnvoll und überall so? Einige Punkte sollte man durchaus beachten, nicht dass der Leser den Text nicht mehr lesen kann. Denn nicht jeder Browser zeigt die Webfonts korrekt an.

Daher sollte man auf folgende Dinge achten:

Darstellung der Schrift
Leider sieht das Schriftbild auf verschiedenen Geräte nicht überall gleich aus. So sieht die Schrift auf einem Windows-Rechner mit dem Internet Explorer anders aus als auf einem Smartphone mit iOS, Android oder auf einem Tablet. Daher ist es wichtig, dies vorher zu testen. Auch die Browser spielen hier eine wichtige Rolle.

Webfonts

Ladezeit der Website
Die Webseite muss nun mehr Daten vom Server laden als bisher, da die Webfont-Datei auch ein paar Kilobyte an Größe mit sich bringt. Somit kann sich die Ladezeit der Webseite erhöhen.

Lesbarkeit
Das wichtigste an der Webfont: Die Lesbarkeit. Wie im vorherigen Punkt schon angesprochen, interpretiert jeder Browser eine Webfont anders.

Und nun? Lohnen sich Webfonts?

Ja! Wir finden Webfonts super. Wenn man auf die genannten Punkte achtet, die Webfonts auf verschiedenen Geräten testet und die Ladezeit noch vertretbar ist, steht den Webfonts nichts mehr im Wege. Nichts ist wichtiger als ein einheitliches Firmenbild zu erschaffen und einzuhalten – auch im Web.